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Auszubildender Jonas berichtet von seinem Auslandspraktikum in Lund

Unser Auszubildender Jonas konnte im Rahmen seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei der citeq spannende Einblicke in die IT-Welt in Lund, Schweden sammeln und berichtet davon.

Jonas Kopenhagen
Bildrechte: Jonas König

Mein Name ist Jonas König und ich befinde mich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei der citeq. Im Rahmen meiner Ausbildung hatte ich die Möglichkeit, einen Monat lang ein Auslandspraktikum in Lund, Schweden, zu absolvieren. Diese Zeit war für mich sowohl beruflich als auch persönlich eine große Bereicherung.

Während meines Aufenthalts lebte ich in einer WG mit zwei weiteren Praktikanten, was anfangs recht ungewohnt war, mir meinen Einstieg dann aber sehr erleichtert hat. Ich lernte schnell Menschen aus verschiedenen Ländern kennen, unter anderem aus Deutschland, Italien und anderen Teilen Europas. Dieser internationale Austausch war einer der Gründe, warum mir die Zeit in Lund besonders in Erinnerung bleiben wird.

Mein Praktikum absolvierte ich bei einem Start-up namens LifeFinder, welches Sicherheits- und Alarmsensoren entwickelt, mit denen Mitarbeiter auf großen Containerschiffen in Notfällen lokalisiert werden können. Die Sensoren lösen bei Unfällen wie Stürzen, Feuer oder Wasserkontakt automatisch Alarm aus und können zusätzlich manuell aktiviert werden. Somit erhielt ich im Rahmen meines Praktikums einen spannenden Einblick in den Arbeitsalltag eines jungen Unternehmens. Ich konnte miterleben, wie Projekte geplant werden, technische Abläufe funktionieren und wie viele Schritte notwendig sind, um eine Idee in ein funktionierendes Produkt zu verwandeln. Besonders interessant war zu sehen, wie eng unterschiedliche Bereiche zusammenarbeiten und wie flexibel ein Start-up auf neue Anforderungen reagieren muss. Jeder Tag beinhaltet neue Herausforderungen, was einen solchen Job sehr abwechslungsreich macht. Außerdem durfte ich bei einer kleinen Aufgabe im Unternehmen mithelfen und war an ersten Tests der selbstentwickelten Funkboxen beteiligt, die ähnlich wie WLAN-Routern arbeiten und die Kommunikation mit den Sensorsystemen auf dem Schiff ermöglichen.

Ein weiterer spannender Aspekt war der Besuch eines Produzenten, welcher maßgeschneiderte Modelle entwirft und diese dann mit Hilfe von 3D-Druckern fertigt. Für mich war es besonders interessant zu einem solchen Termin mitgenommen zu werden, da man sonst von solchen Arbeitsschritten nie wirklich etwas erfährt. Diese „Produktionsfirma“ hatte ihren Sitz nämlich in einem normalen Haus, was auch von innen eher wie eine Wohnung eingerichtet war, mit Schreibtischen im Wohnzimmer anstatt Couch und Fernseher. Es scheint so, als wenn die Schweden häufiger ihre Büros in Wohnungen haben, um eine gemütliche und angenehme Arbeitsatmosphäre zu erhalten.

Auch außerhalb der Arbeit hatte ich viele schöne Erlebnisse. Zum einen war ich in Malmö und Kopenhagen unterwegs, habe ein Fußballspiel und ein Eishockeyspiel besucht und wanderte viel in der Natur rund um Lund. Die Umgebung in Südschweden ist sehr ruhig und landschaftlich beeindruckend, was die freien Tage besonders angenehm gemacht hat. Man merkte einfach wie viel wert die Schweden auf eine entspannte und angenehme Atmosphäre legten, was man an den vielen schönen Grünflächen und den zahlreichen Cafés sehen konnte. 

Insgesamt habe ich aus diesem Praktikum sehr viel mitgenommen und bin der citeq und der Stadt Münster dankbar, dass mir diese Möglichkeit gegeben wurde. Die Erfahrungen, die ich in Lund sammeln durfte, werden mich sowohl persönlich als auch beruflich langfristig begleiten. Ich konnte meine Englischkenntnisse verbessern, neue Kontakte knüpfen und mein Verständnis für internationale Arbeitsweisen erweitern. Ein solcher Aufenthalt erweitert den eigenen Horizont, stärkt wichtige Kompetenzen und bietet Eindrücke, die man nur im Ausland sammeln kann.