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Regional verwurzelt, digital souverän: Wie Kommunen von nachhaltiger Rechenzentrums-Infrastruktur profitieren

Am 24. Juni 2026 hat das Rechenzentrum DMO (Datacenter Münster Osnabrück) am Flughafen Münster/ Osnabrück (FMO) in Greven zum Datacenter Day eingeladen. Ein zentrales Highlight des Events war der Vortrag von Olaf Zerfowski, Bereichsleiter IT-Systeme bei der citeq. Unter dem Titel „Regional verwurzelt, digital souverän – wie Kommunen von nachhaltiger Rechenzentrums-Infrastruktur profitieren“ zeigte er auf, wie moderne kommunale IT-Strategien den Spagat zwischen steigenden Sicherheitsanforderungen, Nachhaltigkeit und digitaler Selbstbestimmung meistern können.

Olaf Zerfowski, Bereichsleiter IT-Systeme der citeq beim Datacenter Day.

Datacenter Münster Osnabrück (DMO).

Die kommunale Herausforderung: Fokus auf Kernkompetenzen

Kommunale IT-Abteilungen stehen heute unter immensem Druck. Sie müssen hochkomplexe und sicherheitskritische IT-Infrastrukturen betreiben. Doch Spezialthemen wie Klimatisierung, Brandschutz, unterbrechungsfreie Stromversorgung und physische Objektsicherung gehören nicht zu den Kernkompetenzen einer Kommunalverwaltung. Die Lösung liegt laut Olaf Zerfowski nicht in der vollständigen Eigenregie, sondern in einer strategisch klugen Anmietung bzw. Colocation (Serverhousing). Indem Kommunen professionelle Rechenzentrumsinfrastrukturen nutzen, können sie sich vollkommen auf ihre eigentlichen Kernaufgaben und Fachverfahren konzentrieren.

Digitale Souveränität ist kein Alleingang

Ein zentrales Thema des Vortrags war die digitale Souveränität kommunaler Daten. Olaf Zerfowski betonte, dass Souveränität nicht mit vollständiger Isolation oder Autarkie gleichzusetzen ist. Es geht vielmehr darum, handlungs- und steuerungsfähig zu bleiben sowie ungesunde Abhängigkeiten zu reduzieren.

  • Abhängigkeiten verringern: Die Vermeidung von Vendor-Lock-ins bei außereuropäischen Hyperscalern (Betreiber von Cloud-Infrastrukturen, die global und in nahezu unbegrenzter Skalierbarkeit riesige Rechen-, Speicher- und Netzwerkressourcen bereitstellen) aus den USA oder China ist ein wichtiger Schritt. Der sogenannte Vendor-Lock-in Effekt tritt auf, wenn Unternehmen Produkte oder Services anbieten, die innerhalb des firmeneigenen Ökosystems gut funktionieren und in Verbindung mit anderen Produkten des gleichen Herstellers Vorteile bieten, jedoch beim Wechsel auf andere Produkte Probleme bereiten.
  • Rechtliche Sicherheit: Während amerikanische und chinesische Cloud-Anbieter aufgrund von Rechtsräumen, Konzernstrukturen und Drittstaatenzugriffen für kritische kommunale Anwendungen oft rechtliche Risiken bergen (zum Beispiel im Hinblick auf die Datenschutz-Grundverordnung), bietet eine regionale Verankerung volle rechtliche, organisatorische und technische Kontrolle.
  • Sicherheit nach Standard: Professionelle Rechenzentren wie das DMO garantieren zertifizierte Standards nach BSI-Grundschutz und ISO 27001. Mit redundanter Stromversorgung und robusten Prozessen sichern sie Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten weit über das Niveau einzelner kommunaler Serverräume hinaus.

Nachhaltigkeit und regionale Stärke im Münsterland

Moderne IT-Infrastruktur muss heute auch ökologisch überzeugen. Das DMO setzt hier Maßstäbe mit großartiger Energieeffizienz und einem branchenweit herausragenden PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von unter 1,2. Der PUE-Wert ist die wichtigste Kennzahl zur Messung der Energieeffizienz von Rechenzentren. Er setzt die gesamte aufgewendete Energie der Anlage ins Verhältnis zu der Energie, die tatsächlich von der IT-Infrastruktur verbraucht wird. Werte von 1,5 gelten als effizient und kleiner als 1,2 als sehr effizient. Durch professionelle Kühlung und die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur lassen sich Energieverbräuche drastisch senken – ein entscheidender Faktor für nachhaltig agierende Kommunen.

Der Standort im Münsterland ist strategisch optimal gewählt. Das DMO verfügt über eine hochperformante Anbindung an zentrale Internetknoten und bietet damit eine leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur. Darüber hinaus ist eine direkte, breitbandige Anbindung an das Kommunalnetz NRW als Netzknoten Nord vorgesehen. Dies gewährleistet kurze Übertragungswege, geringe Latenzen sowie eine hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit. Gleichzeitig schafft die räumliche Nähe eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine optimale fachliche sowie technische Anschlussfähigkeit für die Kommunen und Institutionen der Region.

Die citeq als Ihr Service Broker

In diesem dynamischen Gefüge positioniert sich die citeq als strategischer Service Broker. Das bedeutet: Die citeq versteht sich nicht als Konkurrent bestehender Partner, sondern als regionaler Bündler. Das Zielbild ist eine integrierte kommunale IT aus einer Hand.

Zusammen mit starken Partnern wie der KAAW führt die citeq Colocation, Kommunen und Netzinfrastrukturen intelligent und effizient zusammen, wodurch Parallelorganisationen vermieden werden. Gleichzeitig behalten Kommunen die Flexibilität, auch ressourcenintensive Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz (KI) on-premises im regionalen Verbund erfolgreich umzusetzen – ein Vorhaben, das für einzelne Gemeinden kaum allein zu stemmen wäre.

Fazit und Ausblick

Der Vortrag von Olaf Zerfowski macht deutlich: Rechenzentrumsinfrastruktur ist für Kommunen längst keine rein technische Frage mehr, sondern eine strategische Zukunftsfrage. Wer IT strategisch und partnerschaftlich denkt, sichert sich Kontrolle, Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Das DMO ist hierbei weit mehr als nur ein Gebäude mit Servern – es ist das gemeinsame Fundament für eine sichere, souveräne und nachhaltige Digitalisierung unserer Region.

Haben Sie Fragen zur zukünftigen Ausrichtung Ihrer IT-Infrastruktur oder interessieren Sie sich für Colocation-Modelle im DMO? Die citeq berät Sie gerne partnerschaftlich auf dem Weg in eine souveräne digitale Zukunft.