Newsdetail

Symbolbild Technik
Bildrechte: pexels-sergei-starostin

Bleiben Sie auf dem Laufenden

 

Münster im Smart City Index 2026: IT-Fortschritte, aber Platzverlust im Gesamtfeld

Münster verbessert seine IT-Digitalisierung: Der Gesamtwert in der Kategorie “IT und Kommunikation” im Bitkom Smart City Index steigt 2026 auf 79,5 Punkte (2025: 77,7 Punkte). Besonders die Glasfaseranbindung legt um über 14 Punkte zu; die Open-Data-Plattform erreicht die Höchstwertung. Gleichzeitig rutscht die Stadt im IT-Ranking von Platz 36 auf 39 ab, weil andere Großstädte stärker aufholen. Im städtischen Gesamtranking fällt Münster von Rang 22 auf 32 zurück.

Der Bitkom Smart City Index bewertet alle 83 deutschen Großstädte (≥ 100.000 Einwohnende) anhand von 39 Indikatoren (2026) bzw. 37 Indikatoren (2025) in fünf Themenbereichen. Untersucht werden die fünf Themenbereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. 

IT und Kommunikation

Die Bewertung “IT und Kommunikation” umfasst acht Indikatoren von Breitband über Glasfaser, 5G und LPWAN bis hin zu Open Data, Geodaten und Smart City Daten.

Münster hält in den Bereichen 5G-Verfügbarkeit, Geodatenportal und Smart City Daten konsequent die Maximalpunktzahl von 100. Die Open-Data-Plattform wurde 2026 ebenfalls auf den Höchstwert angehoben. Der deutlichste Fortschritt zeigt sich bei der Glasfaseranbindung, die von 30,7 auf 44,8 Punkte steigt – ein Anstieg von über 14 Punkten. Damit baut Münster seine bisherige Schwäche im Glasfasernetzausbau spürbar ab.

Der Indikator LPWAN (Anzahl der Gateways pro km²) verzeichnet einen Rückgang von 21,9 auf 15,8 Punkte. Auch wenn die absolute Bewertung weiterhin niedrig ist, zeigt die Tendenz, dass sich das Münsteraner LPWAN-Netz nicht weiter ausdifferenziert.

Der Rückgang in der Kategorie “IT und Kommunikation” vom 36. auf den 39. Platz beruht nicht auf einem Punkteverlust. Im Vergleich zu 2025 (77,7 Punkte) ist der Wert im Jahr 2026 auf 79,5 Punkte angestiegen. Zahlreiche andere Großstädte holen in der Kategorie “IT und Kommunikation” aber immer stärker auf. So überholen beispielsweise Bonn (Platz 31, 81,9 Punkte), Bremerhaven (Platz 32, 81,8 Punkte) und Würzburg (Platz 38, 80,0 Punkte) Münster im IT-Ranking.

Digitalisierung von Schulen

Im Bitkom Smart City Index 2026 verbucht Münster im Bereich „Gesellschaft und Bildung" einen deutlichen Sprung: Die Digitalisierung der Schulen steigt von 77,9 auf 96,7 Punkte, die Stadt klettert im Teilranking von Platz 26 auf 19. Ein wesentlicher Treiber ist der neu berücksichtigte Indikator für Glasfaseranbindung an Schulen. Das Team citeq@school trägt durch die Administration und Weiterentwicklung des pädagogischen Betriebskonzeptes der städtischen MEP-Schulen (Medienentwicklungsplan für Schulen) maßgeblich zu dieser hohen Punktzahl im Bereich “Digitalisierung von Schulen” bei.

Verwaltung

In der Kategorie “Verwaltung” rutscht Münster von Platz 29 auf Platz 51 ab (82,3 → 77,9 Punkte). Zurückzuführen ist dies u.a. auf neu eingeführte Indikatoren wie “KI” (Interne Prozesse). Hier verzeichnet die Stadtverwaltung, ebenfalls wie beim Einsatz von Chatbots (Bevölkerungsanliegen), noch ein deutliches Defizit. Positiv hervorzuheben: Die Online-Terminvergabe erreicht erstmals die Höchstwertung von 100 Punkten (2025: 83,3 Punkte) und die OZG-Leistungen steigen auf 94,4 Punkte (2025: 88,9 Punkte).  Der neu eingeführte Indikator „Resiliente Verwaltung" (IT-Sicherheit, Information Security Management System, Business Continuity Management) wird mit 30,0 Punkten deutlich unter Durchschnitt bewertet.

Link zur Pressemitteilung vom Amt für Kommunikation

Link zum Bitkom Smart City Index 2026